Von den körperlichen Folgen einer viel zu rasanten Entwicklung und dem Auffrischen bewährten Wissens - gegen (frühzeitig) irreparable Schäden!
Zum Thema der sogenannten Übersäuerung bietet die Leipziger Buchmesse 2009 die Plattform, um auf gerade heute unverzichtbares Wissen aufmerksam zu machen. So ist den Betroffenen ein (nur noch) schwacher bzw. ein überforderter Stoffwechsel gemein. Fatalerweise stellt die aber heute bei Symptomen wie Übergewicht, (Gelenk-) Schmerzen, Reizdarm, Neurodermitis, Hyperaktivität, Diabetes, Allergien usw. zumeist angeordnete "gesunde" Ernährung an die ohnehin überforderten Stoffwechselorgane zusätzlich höchste, unerfüllbare Anforderungen.
Dieser Fakt ist die zentrale Erkenntnis aus der nahezu 40-jährigen erfolgreichen Arbeit mit "geplagten" Betroffenen, deren Nahrung nur noch unzureichend aufgeschlossen werden kann. Zugleich sind die hierdurch auftretenden Symptome ein schier unerschöpfliches Thema der Medien - zumeist vor dem Hintergrund der in Zukunft äußerst fragwürdigen Finanzierbarkeit medizinischer Hilfsleistungen, da inzwischen selbst Kinder immer öfter (chronisch) betroffen sind. Ein Dilemma, dessen wahrer Ursprung - vor allem anderen - in der Fehlentwicklung unserer Existenzgrundlage - nämlich der Ernährung - liegt!
Eine auf den ersten Blick sicherlich erfreuliche Entwicklung war die aus den anfänglich elementaren Bedürfnissen einer Nachkriegsgesellschaft schnell hervorgegangene moderne Konsumgesellschaft. Doch die inzwischen global ausgelöste Wirtschaftskrise führt uns die geradezu unglaublichen Auswüchse dieser schnellen Entwicklung nur allzu deutlich vor Augen. Und ohne Zweifel ist die Grundlage unserer Existenz - unsere Ernährung - hier mit einzubeziehen.
Die Redewendung "...sich mit Messer und Gabel das eigene Grab schaufeln" ist jetzt ein sicherlich makabrer, aber dennoch wertvoller Hinweis auf den - besonders in Zeiten des Überflusses - ernstzunehmenden Hintergrund dieser Aussage. Der macht es nämlich jetzt unerlässlich, daran zu erinnern, dass die Beschaffenheit unserer (ererbten) Körperchemie - vor allem anderen - durch die jeweils individuellen Ernährungsgewohnheiten bestimmt wird. Schließlich sorgt dann die ganzjährige Vielfalt der Inhaltsstoffe für eine zunehmende Überlastung dieser biochemischen Abläufe und die veranlagungsbedingt auftretenden Symptome sind dann bereits als Nachweis dieser Überlastung zu werten.
Da es nun mal in der Natur des Menschen liegt, mit zunehmendem Wohlstand auch seine Ansprüche zu steigern, hat die sich weltweit entwickelnde industrialisierte Produktion seiner Nahrung - natürlicher ebenso wie rein synthetischer - viele Richtlinien und Auflagen der Gesetzgeber erforderlich gemacht. Und mit den Jahren dieser außerordentlich rasanten Entwicklung zeichnet sich mittlerweile ab, dass die vom Verbraucher immer wieder gerne angenommenen Produkte wohl nicht ohne Folgen bleiben werden - Produkte, die möglichst preisgünstig und stets verfügbar sein müssen, die optisch und geschmacklich ansprechend sowie in der Zubereitung immer einfacher zu handhaben sein müssen!
Und wer nun an dieser auf Konsum aufbauenden, inzwischen jedoch unverkennbar an ihre Grenzen stoßenden globalen Wirtschaftskultur festhalten möchte, mit all den zu bedenkenden Zwängen und Abhängigkeiten (für Produzenten wie Konsumenten), muss dann letztlich auch mit den Begleiterscheinungen leben können bzw. darf sich dann nicht immer wieder empören, über die zwar unbedingt verurteilungswürdigen, aber sicherlich kaum verhinderbaren Machenschaften Einzelner - ebensowenig wie über die nicht immer so offensichtliche Anwendung „legaler" Tricks und Kniffe, ohne die die hohen Ansprüche an die modernen Erzeugnisse und die damit einhergehenden lebensmittelrechtlichen Auflagen nur schwerlich zu erfüllen sind.
Ein Bewusstsein für diese, zwangsläufig immer komplexer werdenden Verflechtungen ist äußerst hilfreich, um in Anpassung an die heutigen Gegebenheiten, mit den Erkenntnissen aus dem vom 12.-15. März 2009 in Leipzig (Halle 4 / Stand B 300-400) vorgestellten Buch, die persönlichen Konsequenzen zu ziehen. Der Titel lautet: Nur verträgliche Ernährung ist gesunde Ernährung - ISBN 978-3-00-023363-0 www.uebersaeuert-wasnun.de
Die biochemischen Abläufe zwischen unseren - voneinander abhängigen - Stoffwechselorganen sind nämlich seit „Adam und Eva" nahezu unverändert. Und die in nur wenigen Jahrzehnten entstandene Verfügbarkeit einer heute kaum noch überschaubaren Produktpalette bedeutet jetzt eine radikale Veränderung. Die Folgen dieser viel zu rasanten Entwicklung zeichnen sich nun ab an der kontinuierlich wachsenden Zahl immer jüngerer chronisch Betroffener.
Vor diesem Hintergrund steht in der naturheilkundlich orientierten Medizin der inzwischen zwar sehr populäre, doch eher missverständliche Begriff "Übersäuerung" für die eigentlich "schleichende" Entmineralisierung - tatsächlich wäre eine im wörtlichen Sinne übertragene (wahre) Übersäuerung mit dem Leben niemals vereinbar. Die "schleichende" Entmineralisierung hingegen ist ein ganz natürlicher, auf Verschleiß beruhender Vorgang, der zum Älterwerden einfach mit dazugehört.
Doch die verminderte Wertschätzung eines generationenübergreifend bewährten Ernährungswissens, mit dem letztendlich zu befürchtenden Totalverlust elementarster Kenntnisse, bildet heute die Basis für die unglaublichsten Fehlinterpretationen sowie Missverständnisse und neben der Verbreitung von Halbwahrheiten sogar die Basis für die gezielte Irreführung. Unbewusst sorgt dann die Summe der stets verfügbaren und eigentlich "gesunden" natürlichen Inhalts- und Zusatzstoffe dafür, dass wir trotzdem unserer (intra-, extrazellulär) unverzichtbar neutralisierend wirkenden Mineralien verstärkt beraubt werden - dies fatalerweise in immer jüngeren Jahren.
Unsere Gewässer, Felder und Wälder sind nachweislich von einem Überschuss an Säure betroffen. Und auch der Mensch, als eigentlicher Verursacher dieser unheilvollen Entwicklung, bleibt hier nicht verschont. Die Erfahrung hat bisher gezeigt, dass der einzelne Betroffene für sich selbst die Initiative ergreifen muss - mit Vernunft bzw. mit gesundem Menschenverstand gegen die Zunahme der immer frühzeitiger spürbaren Verschlackung. Obwohl wir doch eigentlich mit unseren hygienischen Errungenschaften wie sauberem Trinkwasser, moderner Kühltechnik für Verderbliches sowie Abwasserbeseitigung und modernster Heiztechnik die idealen Voraussetzungen für ein möglichst langes und gesundes Leben geschaffen hätten!
Ulrike Wagner