Obwohl Sellerie schon seit dem Mittelalter in Europa heimisch ist, wartet der Doldenblütler noch auf seine große Entdeckung. Dabei ist Staudensellerie, eine Variante des echten Selleries, wirklich eine Gourmetreise wert.
Die hellgrünen Stangen eignen sich hervorragend für Salate und bunte Gemüseplatten, als Beilage zu Fleischgerichten und für Suppen. Sie geben mit ihrem fein würzigen Aroma vielen Speisen erst den letzten Pfiff.
Der Staudensellerie, auch Bleich-, Stiel- oder Stangensellerie genannt, hat lange, fleischige Blattstiele und eine kleine Wurzelknolle. Verzehrt werden aber nur die Stiele. Wenn Sie frisch sind, haben sie eine blass-weiße bis gelblich-hellgrüne Farbe. Beim Biegen brechen Sie sofort. Selleriestangen, die sich durchbiegen, sind überlagert. Die zarten Stangen müssen vor dem Verzehr nur gewaschen werden. Robustere, dicke Stiele schmecken geschält besser.
Neben dem Staudensellerie hat der echte Sellerie noch zwei weitere Varianten, den Knollensellerie, der in Suppen und Eintöpfen sehr beliebt ist, und den Schnitt- oder Würzsellerie. Vom Schnittsellerie werden die Blätter zum Würzen von Speisen verwendet.
Blätter und Blüten von wild wachsendem Sellerie wurden schon im alten Ägypten und auch bei den Griechen und Römern verwendet. Dort haftete dem würzigen Gemüse etwas Mystisches an. Sellerie diente als Grabbeigabe und Grabpflanze. Das schöne Blatt, das der glatten Petersilie ähnelt, wurde auch wie das Lorbeerblatt als Blumenkranz zur Siegerehrung bei Spielen verwendet.
Im Mittelalter erkannten Botaniker den heilenden Effekt von Blüten und Blättern. Die Bevölkerung glaubte an eine aphrodisierende und eine leicht stimmungsaufhellende Wirkung. Sellerie wurde lediglich in Kloster- und Hofgärten angebaut.
Staudensellerie gehört zu den Gemüsen mit den wenigsten Kalorien, ist dabei aber reich an Kalium und Kalzium. Wegen des hohen Kaliumgehalts ist Sellerie harntreibend und daher bei Gicht und Rheuma hilfreich. Die zahlreichen sekundären Pflanzenstoffe im Sellerie führen nicht nur zu dem typischen Aroma - sie haben einen positiven Effekt auf den gesamten Stoffwechsel.
Quelle: gesundheit
Bild:weitz-gartenbau
Lust auf ein Rezept?
Staudensellerie in Currysauce
Beilage zu neuen Kartoffeln oder Reis
ZUTATEN für Portionen
800 g Staudensellerie
50 g Mandel(n), (süß)
½ Liter Gemüsebrühe, (ev. gek. )
4 EL Mehl, (Weizenvollkorn)
200 g Doppelrahmfrischkäse
3 TL Curry
1 TL Zitrone(n) - Schale (unbeh. geraspelt)
1 EL Zitronensaft
ZUBERITUNG
Die enthäuteten Mandeln in Stifte schneiden und in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Die Selleriestauden waschen, von Fäden und Blättern befreien und längs und quer halbieren. etwas Laub aufheben.
Nun die Selleriestücken in der Brühe bissfest kochen. Die Brühe abseihen, mit einem Schneebesen das Mehl unter ständigem Rühren 3 min aufkochen. Die Selleriestücken warm stellen.
In die Brühe nun den zerkleinerten Frischkäse, Curry und die Zitronenschale mit dem Schneebesen verrühren. Etwas Zitronensaft zum abschmecken nehmen.
Jetzt Sellerie anrichten mit der Sauce und darin 2/3 der Mandelsplitter, jetzt die restlichen Mandelsplitter drübergeben und noch mit einigen Sellerielaubblättchen garnieren.
Passt super zu neuen Kartoffeln, auch zu Reis.
Quelle:chefkoch