Einsam und vergessen fristen sie in diesen Monaten ihr Leben: Joggingschuhe, Sportsachen und Pulsuhren. Die meisten von ihnen haben im September zum letzten Mal das Tageslicht gesehen. Und viele ihrer Besitzer haben vor, sie bis März keines Blickes mehr zu würdigen. Sport und Bewegung haben im Bewusstsein der Menschen im Moment kaum noch Platz.
Nach Feierabend ist es dunkel, kalt und oft regnet es. Im Oktober dachte vielleicht noch der eine oder andere mit schlechtem Gewissen an seine sommerlichen Runden durch den Park. Doch das ist lange her. Jetzt ist das Leben ohne Sport zur Gewohnheit geworden.
Tortur für den Körper
Trotz langen Sitzens im Büro freuen sich nun die meisten auf Fernseher, Sofa und vor allem: gemütliches Essen. Dieses Leben ist auf Dauer eine Tortur für Herz, Muskeln und Gelenke. Nur die Fettpölsterchen leben auf. Da braucht sich im kommenden April keiner zu wundern, wenn die Frühlingssachen nicht mehr passen.
Chancen des Alltags nutzen
Die DAK empfiehlt, das Thema Bewegung jetzt nicht ganz fallen zu lassen. Bewegung ist auch eine Sache der Gewohnheit. Der Neueinstieg im Frühling ist viel schwieriger, wenn man jetzt nicht aktiv bleibt. Natürlich soll niemand im dunklen Park joggen. Aber es gibt auch im Alltag viele Wege aus der Bewegungslosigkeit: auf den Fahrstuhl zugunsten der Treppe verzichten, bei Fragen an die Kollegen in die Nachbarbüros gehen statt dort anzurufen und möglichst viel vom Stuhl aufstehen. Daneben ist die Mittagspause eine perfekte Gelegenheit, ein wenig an die frische Luft zu kommen. Ein flotter Spaziergang – allein oder mit Kollegen – bringt den Kreislauf auf Touren.
Wochenende!
Außerdem sind da ja auch noch die Wochenenden – da ist es hell. Am Sonnabend und Sonntag kann man all den Sportarten nachgehen, die auch im Sommer Spaß gemacht haben: Inlineskaten, Joggen, Walken oder Radfahren.
Endlos viele Möglichkeiten
Auch für die Abende in der Woche gibt es so viele Möglichkeiten, aktiv zu werden, dass für Ausreden kein Platz mehr bleibt: Das Schwimmbad hat geöffnet, der Fitnessclub und die Tennishalle auch. Und es gibt überall Sportvereine, die ein riesiges Angebot bereithalten: Jazzdance, Jazzgymnastik, Yoga, Pilates, Fitnessgymnastik, Stretching, Aerobic, Krafttraining, Volleyball, Handball, Basketball, Hallenhockey, Faustball, Tischtennis, Badminton ... die Liste ist endlos. Und wer da immer noch nichts gefunden hat, kann ja einfach mal wieder einen Tanzkurs machen!
Runter vom Sofa – gemeinsam geht’s besser
Allein ist es oft schwierig, sich zu Sport und Bewegung zu motivieren, zumal dann, wenn die Natur einen nicht gerade nach draußen lockt. Helfen kann jetzt ein Trainingspartner. Warum nicht eine nette Kollegin oder einen Kollegen fragen, ob sie oder er mitmachen will? Zusammen kann man Tennis oder Squash spielen, Inlineskaten oder einfach nur joggen. Auch der Besuch im Fitnessstudio wird zu zweit unterhaltsamer.
Andere nicht hängen lassen
Wer einmal in einem Team mitgespielt hat, weiß: Hier zählt jeder Mann – und jede Frau. Wer sich an dunklen Abenden nur schwer zum Sport motivieren kann, für den sind Mannschaftssportarten besonders geeignet. Denn die anderen beim Training hängen zu lassen, kommt für Teamplayer nicht in Frage. Ein weiterer Vorteil des Teamsports: Hier kommen Gleichgesinnte zusammen, und die Freude an der Bewegung steckt an. Der regelmäßige Sport im Team ist mehr als nur die reine Bewegung.
Fitness – auch wenn es dunkel ist
-Laufen Sie doch ruhig auf Fußwegen. Wo Sie spazieren gehen könnten, können Sie auch joggen oder walken. Es muss nicht der Park sein. Fürs Laufen auf Asphalt brauchen Sie allerdings gute Schuhe und reflektierende Bänder oder helle Kleidung, damit Sie von Autos und Radfahrern gesehen werden.
-Halten Sie sich zu Hause fit. Gymnastik kann einen ganz schön außer Atem bringen. Vielleicht gönnen sie sich auch einen Hometrainer oder einen Cross-Trainer für zu Hause?
-Suchen Sie sich ein Fitnessstudio. Es muss ja nicht das teure sein, wo sie für tausend Dinge bezahlen, die Sie gar nicht nutzen. Lassen Sie sich Termine für Probestunden geben.
-Warum gehen Sie nicht mal wieder ins Schwimmbad?
-Wo ist der nächste Sportverein? Erinnern Sie sich an ihre Kindheit und Jugend im Verein in Ihrer Nähe? Es macht heute noch genau so viel Spaß. Suchen Sie sich aus den riesigen Kursangeboten und Sportarten das Richtige aus.
-Wie wäre es mit einem Tanzkurs? Ob Steppen, Salsa oder Walzer – so kommen Sie in Schwung und vom Sofa hoch.
Die schlechtesten Ausreden, im Winter keinen Sport zu treiben ...
-Es ist gar nicht so schlecht, wenn man im Winter ein paar Kilo zunimmt. Dann friert man nicht so.
-Ich müsste mir extra neue Sportsachen kaufen.
-Kalte Luft ist nicht gut für die Lungen.
-Wenn man keine Lust hat, soll man sich auch nicht zwingen. Das ist ungesund. Im Winter schaffe
ich das zeitlich nicht.
-Ich erkälte mich bestimmt.
-Es ist immer dunkel. Wie sollte ich da Sport treiben?
-Die Tage sind so kurz. Abends möchte ich Zeit für mich haben.
... und die besten Gründe, es doch zu tun
-Wer sich bewegt, muss nicht auf Plätzchen, Braten und Gans verzichten. Durch Bewegung wird der Anteil des Körperfettes kleiner. Dadurch wird die Figur straffer und schöner.
-Wer sich bewegt, hat im Frühjahr keine Probleme mit der Figur.
-Das Übergewicht, das sich im Winter ansammelt, bekommen die meisten im Frühjahr nicht mehr ganz weg. So werden sie von Jahr zu Jahr dicker.
-Bewegung schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Dazu ist aber Regelmäßigkeit – das ganze Jahr über – notwendig.
-Bewegung vertreibt den Heißhunger auf Schokolade, Kekse und andere Süßigkeiten.
-Bewegung beseitigt Müdigkeit am Tag, denn sie sorgt für einen tiefen, gesunden Schlaf in der Nacht.
-Bewegung aktiviert den ganzen Stoffwechsel und damit auch Ihr Immunsystem – krank werden Sie in diesem Winter dann nicht mehr.
Quelle: gesundheit