...Sodbrennen, Reizdarm, Gelenkschmerzen, Schmerzen, unerklärlich anhaltende Unruhe oder - Abgeschlagenheit sind neben vielen weiteren Symptomen meist nicht als die klassischen Krankheiten zu verstehen, wie zum Beispiel die angeborenen, durch Unfall oder krankmachende Keime herbeigeführten körperlichen Schäden. Sondern sie sind das durchaus vermeidbare Ergebnis eines (zumeist unbewusst) überforderten Stoffwechsels sowie des damit auch verbundenen negativen Einflusses auf das sogenannte vegetative Nervensystem.
Aus den wirtschaftlichen Zwängen und Abhängigkeiten unserer inzwischen globalisierten Marktwirtschaft, hat sich aus der Grundlage unserer Existenz - nämlich der Ernährung - ein regelrechtes "Ernährungschaos" entwickelt. Mit der Folge, dass die allein in den letzten fünf Jahrzehnten unglaublich angestiegene Vielfalt der Nahrung immer öfter zu einer unbewussten Überlastung der Stoffwechselorgane führt. Die Ursache hierfür liegt vor allem im allmählichen Vergessen eines gerade heute unverzichtbaren Wissens. Zudem schwindet nicht nur das Bewusstsein für die einst natürlichen Abläufe der überaus langen Entwicklungsgeschichte des Menschen, sondern vor diesem Hintergrund scheint für unseren seit "Adam und Eva" nahezu unveränderten Stoffwechsel ein Bewusstsein erst garnicht vorhanden zu sein!
Die für den Stoffwechsel verantwortlichen Organe müssen sich heute nicht nur mit einer permanent intensiven Flut chemisch veränderter Naturstoffe sowie rein synthetischer Zusätze auseinandersetzen - Substanzen nach denen unser Stoffwechsel niemals verlangt hat - sondern aufgrund ihrer mittlerweile übers ganze Jahr mehr als reichlich zur Verfügung stehenden Fülle, bilden ganz besonders die natürlichen Inhaltsstoffe ein nicht zu unterschätzendes Überforderungspotenzial. Schließlich ist dann auch noch die Summe der Substanzen zu bedenken, die ohnehin nicht deklariert werden muss.
Das hier die Leistungskraft der Stoffwechselorgane immer öfter und immer frühzeitiger an ihre Grenzen stößt (je nach individueller Konstitution und Lebensweise) ist wohl kaum verwunderlich. Und neben den heute vielfach unvermeidlichen Umwelteinflüssen, trägt nun vor allem die komplexe Problematik dieser (dennoch abwendbaren) ernährungsbedingten Überlastung die Verantwortung für die unerwünschten Verschiebungen innerhalb der Körperchemie.
Durch diese unerwünschten biochemischen Verschiebungen kann die ausreichende Produktion der unverzichtbaren enzym- und hormonhaltigen Verdauungssäfte nicht mehr gewährleistet werden. Logischerweise leidet dann auch die Qualität der Verwertbarkeit der aufgenommenen Nahrung. Folglich bilden sich vermehrt (saure) Abfallstoffe, die auch gerne als Schlacken bezeichnet werden. Wenn dann auch noch die Leistungskraft der Niere, dem wichtigsten Ausscheidungsorgan für die Säuren, überschritten wird, sind, aufgrund des nun entstehenden "Rückstaus" ausscheidungspflichtiger Substanzen, den veranlagungsbedingten Zivilisationsbeschwerden (-krankheiten) Tür und Tor geöffnet. Die in unterschiedlichster Ausprägung auftretende Vielfalt der anfangs genannten Symptome ist jetzt als eine natürliche Regulationsbemühung zu verstehen. Das heißt die Symptome sind ganz individuelle (also der Veranlagung entsprechende) Selbstreinigungsmechanismen, über die ein lebender Organismus verfügt, um - nach dem Gesetz zur Erhaltung des Lebens - den Überschuss an letztlich krankmachendem Ballast abbauen zu können.
Doch die existenzielle Bedeutung einer einfachen, leicht verwertbaren Nahrung gerät zum Nachteil zukünftiger Generationen immer mehr in Vergessenheit. Außerdem verkümmert das Wissen um die überaus elementaren, doch ohnehin in der Hektik des Alltags kaum noch wahrzunehmenden Körpersignale. Mit dem Ergebnis, dass heute bereits Kinder an eigentlich typischen Verschleißerscheinungen des Alters leiden. Unsere Wälder und Felder, Flüsse und Meere sind von einem Überschuss an Säure betroffen. Warum also sollte ausgerechnet der Mensch, als Verursacher dieser unheilvollen Entwicklung, ungeschoren davonkommen?
Alle die möglichst gesund alt werden möchten tun daher gut daran, sich, gegen diese zunehmende Entmineralisierung, zur Entlastung ihres Stoffwechsels an unserer ursprünglich den Jahreszeiten angepassten und traditionell leicht verwertbaren Ernährung zu orientieren!
Und wie zuvor bereits angedeutet, ist es schließlich auch unverzichtbar zu erwähnen, dass im Besonderen neben dem heute allzu sorglosen bzw. vielfach sogar unbewussten Konsum von Fruchtsäuren, selbst die vielgepriesenen Vitamine - als zum Teil hochgradige Säuren - zu einem stets bedenklichen Basenmangel (intra-, extrazellulär) mit beitragen, der fälschlicherweise immer wieder als Übersäuerung bezeichnet wird, obwohl eine wahre Übersäuerung niemals mit dem Leben vereinbar wäre.
Tatsächlich also ist dieser zunehmende Mangel an basenbildenden Mineralien - den Neutralisatoren der Säuren - die Ursache für die jetzt überforderungsbedingt nachlassende Fähigkeit des Organismus - je nach Bedarf - überschüssige Säure zunächst zu "puffern" bzw. "zwischenzulagern", um sie schließlich, über die dafür vorgesehenen Organe (endgültig) zu entsorgen - anstatt über die immer öfter, weil immer früher beanspruchten "Notventile", in Form der bereits genannten (vermehrt chronisch verlaufenden) Zivilisationsbeschwerden. Beschwerden, die mit dem Wissen über die logischen Zusammenhänge ihrer Entstehung vermeidbar wären, denn "Alles Große ist einfach!" (Goethe)
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Autorin: Ulrike Wagner