Ein Pilotprojekt wurde an der Gmundner Volksschule in der Sailergasse gestartet: Das gesamte Gebäude wird ab sofort mit so genanntem Vollspektrumlicht beleuchtet, das sonnenähnlich und somit gesünder sein soll.
Der Leiter der Städtischen Gebäude- und Liegenschaftsverwaltung in Gmunden, Karl Loitelsberger, hat sich im Zuge seiner Facilitymanagement-Ausbildung an der Kremser Donau-Uni eingehend mit dem Vollspektrumlicht auseinandergesetzt, das - wie der Name bereits sagt - nahezu das gesamte Spektrum natürlichen Sonnenlichts umfasst, genauer gesagt 96 bis 98 Prozent.
Handelsübliche künstliche Beleuchtungen decken nur einen Bruchteil des Sonnenspektrums ab. Laut Untersuchungen an 160.000 Schulkindern seien gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Einsatz des Vollspektrumlichtes deutlich zurückgegangen: Sehstörungen um 65 Prozent, chronische Erschöpfung um 55 Prozent, aber auch Ernährungsprobleme (fast 48 Prozent), chronische Infekte und Haltungsstörungen.
Helmut Sack, Direktor der Volksschule in der Gmundner Sailergasse, kommentiert den Einbau der neuen Vollspektrumlichtröhren in seiner Ausbildungsstätte: "Wir sind angenehm überrascht. Uns ist sofort aufgefallen: Es ist viel heller." Außerdem gebe es das nervige Flackern der Lichtquellen nicht mehr.
Ernst Höller aus Neukirchen/Altmünster vertreibt das für Österreich neue Lichtsystem ("Viva-Lite") und zeichnet für die Installierung in der Schule verantwortlich. Er verspricht neben den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit auch eine Stromersparnis der länger haltenden Röhren: Diese werde in der Volksschule in den kommenden 20 Jahren 47.000 Euro betragen.