Besonders im Winter ist die Haut sehr strapaziert. Wie man dem Vertrocknen und der Schuppenbildung vorbeugen kann ist heute das Thema bei uns.
Zwei Mal täglich den Body cremen
Trockene Ellenbogen, schuppige Knie und nervtötende Kratzattacken am ganzen Körper kommen von trockener Heizungsluft, aber auch von Wollmaterialien, die der Haut in direktem Kontakt noch mehr Wasser entziehen. Besänftigen lässt sie sich jetzt nur mit viel Feuchtigkeit und Fett – am besten morgens und abends.
Reichhaltige Körperbalsame, -butter und -öle ziehen besonders gut ein, wenn sie nach dem Duschen oder Baden in die noch halbfeuchte Haut einmassiert werden. Regenerierende Eigenschaften haben wertvolle Naturöle aus Mandeln, Avocado, Jojoba und Weizenkeimen. Aber auch durch Sheabutter, Kakao und den Vitaminen B5 (Panthenol) und Vitamin E (dem Radikaltenfänger) erhält die Haut weitere Unterstützung im Repairprozess.
Reichhaltigere Cremes auch für den Tag
Ab 8 Grad abwärts stellen die Talgdrüsen ihre Fettproduktion ein und die Feuchtigkeit darunter löst sich blitzschnell in Luft auf. Auch wenn nur kürzere Draußen-Einsätze geplant sind, braucht schon normaler Haut eine kleine Extraportion Fett, die ihre Barrierewirkung stärkt. Das können Öl-in-Wasser-Cremes mit Lecithin, Omega-Fettsäuren, Sheabutter oder Lipidverbindungen aus pflanzlichen Ölen.
Für anspruchsvolle und trockene Hauttypen eignen sich reichhaltige Cremes mit regenerierenem Soja oder mit dem synthetisch hergestellten Harnstoff Urea. Er ist für die Bindung von Wasser bekannt und macht auch reife Haut wieder glatt und geschmeidig.
Was sich ebenfalls als leichter Kälteschutz bewährt hat: Nachtcreme auch tagsüber nehmen und zwei Mal pro Woche abends eine regenerierende Feuchtigkeits-Maske auftragen. Bei längeren Outdoor-Aktivitäten sind so genannte Cold Creams, Wasser-in-Öl-Emulsionen mit hohem Fettanteil, genau das Richtige. Bei klirrenden Temperaturen schützen sie vor Mikroerfrierungen und beugen Couperose vor. Drinnen müssen sie aber wieder runter, denn in beheizten Räumen können sie die Wärme unter der Haut stauen.
Körperreinigung im Winter
Alles nur im Schonwaschgang
Abtauchen im wohlig warmen Home-SPA bringt im Winter besonders viel Spaß. Damit der natürliche Säureschutzmantel der Haut dabei aber nicht baden geht, sollte man ihr höchstens zwei Vollbäder pro Woche zumuten. Relaxen in cremigen Pflegebädern und Ölbädern tut ihr jetzt besonders gut. Sie ersetzen die ausgewaschen Lipide.
Wichtig dabei ist die Wassertemperatur. 36 bis 37 Grad liegen gerade noch im Schonbereich, ebenso Badezeiten um die 15 Minuten. Der beste Wachmacher für die kalte Jahreszeit ist eine kurze warme Dusche mit abschließender Kaltbrause von unten nach oben. Das stärkt Durchblutung und Immunsystem. Geiz ist geil bei der Menge der Duschzusätze, auch wenn „rückfettend“ draufsteht. Doch beim anschließenden Eincremen wirkt mehr auch mehr.
Milde Gesichtsreiniger verwenden
Teint-Pflege muss im Winter schon bei der Reinigung beginnen. Darum: Jetzt auf alles verzichten, was austrocknet, nur alkohol- und seifenfreie Produkte verwenden. Für den Abend sind Feuchtigkeit spendende Milch-Varianten ideal.
Aber auch Reinigungscremes oder Reinigungsöle mit Haut beruhigenden Inhaltsstoffen wie Aloe Vera oder Rosenwasser, die ohne viel Rubbeln mit einem feuchten Tuch abgenommen werden können. Zum Reinigen und Tonisieren am Morgen genügt dann schon mildes, alkoholfreies Gesichtswasser oder Thermalwasser.
Auf intensive Peelings verzichten
Einmal pro Woche kann man getrost aus der Haut fahren, aber unbedingt mit Peelings, die nur abgerundete oder sanfte Schleifpartikel enthalten. Sie entfernen supersanft den Grauschleier trockener Hautschüppchen und sorgen für neue rosige Ausstrahlung.
Danach freut sich die Haut besonders über ein intensiv pflegendes Serum. Es unterstützt und optimiert den hauteigenen Stoffwechsel- und Erneuerungsprozess und gibt ihr das zurück, was der Winter ihr entzieht – Energie und Feuchtigkeit.
Quelle: femgate
Bild: best-service.de