Eines der gesündesten und meist nur als Wurzel bekanntes Nahrungsmittel ist der Ingwer.
Außer einem außergewöhnlichen Geschmack besitzt der Ingwer viele gesundheitsfördernde Wirkungen, die in der asiatischen Medizin schon lange Anwendung finden.
Geschichte des Ingwer
Das Rhizom, der Wurzelstock des Ingwers spielt in der chinesischenund indischen Medizin schon seit der Antike eine bedeutende Rolle und findet bis heute Anwendung in alternativen Formen der Medizin.
Die hohe Wirksamkeit der Knollen war im asiatischen Raum schon sehr früh bekannt und verbreitete sich kontinuierlich in Richtung des europäischen und amerikanischen Raumes.
Seit Ende der achtziger Jahre ist der Ingwer in Deutschland auch wissenschaftlich als Heilmittel anerkannt.
Als Gewürz ist Ingwer eines der ältesten und beliebtesten seiner Art und erfreut sich bis heute eines hohen Stellenwertes in vielen Küchen.
In Speisen wurde der Ingwer früher auch vor allem als Schärfe-Ersatz sehr geschätzt, da er den Speisen einen markanten scharfen, würzigen Geschmack verleiht.
In Deutschland kommt der Ingwer in der Regel geschält auf den Markt und hebt sich somit äußerlich vom ungeschälten, schwarzen Ingwer ab.
Großer Bekanntheit erfreut sich der Ingwer vor allem durch das wohlbekannte Ginger Ale, ein nach Ingwer schmeckendes alkoholhaltiges Getränk. Heutzutage wird jedoch meist alkoholfreies Ginger Ale verkauft.
Wirkstoffe des Ingwer
Die Inhaltsstoffe des Ingwer bilden eine bunte Mischung, die viele gesundheitsfördernde Wirkungen besitzen und schon seit langer Zeit in vielen alternativen Medizinen genutzt werden.
Ingwer enthält ätherisches Öl, Zingiberol, beta-Bisabolen, Sesquiphellandren, sowie ein Harzgemisch. Im ätherischen Öl der Pflanze befinden sich zudem Sesquiterpen-Kohlenwasserstoffe und -alkohole. Weitere Inhaltsstoffe der Pflanze sind die nichtflüchtigen Scharfstoffe Gingerol und Shogaol.
Von der kompletten Ingwerpflanze findet jedoch nur die Wurzel Verwendung, in der sich auch die zahlreichen Inhaltsstoffe befinden.
Wirkung
Ingwer wirkt antiemetisch (Beruhigung des Brechreizes), positiv inotrop (muskelwirksam), entzündungshemmend und cholagog (galletreibend). Außerdem wird die Speichel- und Magensaftsekretion gefördert sowie der Tonus und die Peristaltik des Darms gesteigert.
Als Tee oder in Form eines Bades kann Ingwer bei Rheuma, Muskelschmerzen und Erkältungen helfen. Zusätzlich kann Ingwer als Vorbeugung gegen Seekrankheit genommen werden. Bei Schwangerschaftserbrechen sollte Ingwer jedoch mit Vorsicht genossen werden, da die Wirkungsweise in diesem Falle noch nicht mit voller Sicherheit geklärt ist.
Als Zusatz in Getränken gilt Ingwer in den warmen Gebieten der Welt als sehr gutes Mittel um das Schwitzen zu unterstützen.
Bei uns in Deutschland ist der Anbau dieser vielseitigen Pflanzen jedoch schwierig, da das hiesige Wetter ein Gedeihenn fast unmöglich macht. In den eigenen vier Wänden allerdings bestehen gute Chancen, dass der Ingwer gedeiht.
Bei Tieren wurde eine spasmolytische (krampflösende) Wirkung des Gewürzes beobachtet.
Quelle: tee.org
Bild: Kochatelier
Weitere Infos zu Ingwer und in welcher Form man die Knolle zu sich nehmen kann finden sie
hier.