Honig ist bereits sehr lange als Heilmittel bekannt und beliebt: Schon die alten Ägypter, Assyrer und Chinesen schätzten ihn. Bei Hippokrates (460 – 370 v. Chr.) und Paracelsus (1493 - 1541) war Honig wichtiger Bestandteil der Heilmixturen.
Entsprechend der Vielfalt seiner Inhaltsstoffe wird auch von vielfältigen Heilwirkungen bei inneren und äußeren Erkrankungen berichtet: z. B. bei Herz- und Lebererkrankungen, Gelbsucht, Magengeschwüren, Verdauungsstörungen, Atemwegs- und Hauterkrankungen, zur Kräftigung von Geschwächten und Genesenden sowie zur Wundheilung, z. B. bei Schürf- und Brandwunden.
Viele dieser Anwendungsgebiete werden mittlerweile wissenschaftlich ergründet. Trotzdem ist Honig kein Allheilmittel, sondern ein beliebtes und erprobtes Hausmittel, das bei vielen Erkrankungen nützliche Dienste leistet.
Kräftigungsmittel und schneller Energielieferant
Honig hat einen hohen Nährwert und enthält schnell resorbierbare Zucker. Dies macht ihn zu einem Kräftigungsmittel par exellence. Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit des Menschen werden ebenfalls gefördert. Besonders Schwerarbeiter, Kinder, Sportler, Stressgeplagte und alle die viel leisten müssen, wissen Honig zu schätzen. So hatte beispielsweise Sir Edmund Hillary (1953), ein Imker, bei seiner Erstbesteigung des Mount Everest zwei Kilogramm Honig dabei.
Ein Honigbrot zum Frühstück schafft eine ideale Grundlage für einen erfolgreichen Start in den Tag und im Alltagsstress sorgt 1 TL Honig täglich für Ausdauer und Konzentration.
Antibakterielle Wirkung
Die bakterienhemmende Wirkung war schon den alten Ägyptern, Assyrern, Chinesen, Griechen und Römern bekannt. Sie verwendeten Honig zur Heilung von Wunden und Darmerkrankungen. Aus 2600 bis 2200 v. Chr. wurden ägyptische Hieroglyphen gefunden, die eine genaue Rezeptur für die Mischung einer Wundsalbe geben.
Auch neuere Untersuchungen belegen die bakterienhemmende Wirkung. Sie beruht hauptsächlich auf den Inhibinen im Honig. Zur inhibinen Wirkung trägt besonders das Enzym Glucoseoxidase bei, dessen Spaltprodukt Wasserstoffperoxid eine maßgebliche Rolle bei der bakterienhemmenden Wirkung zugeschrieben werden kann. Zusätzlich wirken die hygroskopische (wasserziehende) Wirkung von Honig aufgrund des hohen Zuckeranteils sowie der leicht saure ph-Wert bakterienfeindlich.
Herzwirkung
In Naturheilkliniken wird Honig als Heilmittel eingesetzt bei: koronaren Durchblutungsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Entzündungen des Herzmuskels, Schädigungen nach Infektionskrankheiten oder Infarkten, bei Hypertonie und unterstützend zur Digitalisbehandlung.
Anregend auf die Verdauung
Honig regt die Verdauungstätigkeit an und ist somit ein geeignetes Mittel zur Behandlung von Darmträgheit bei Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit. Untersuchungen haben ergeben, dass die wertvollen Bienenfermente nicht durch die Verdauungsfermente zerstört werden.
Rezepte:
Gesundheitstrank: Apfelessig mit Honig
Dieser bewährter Trank geht auf den amerikanischen Landarzt Dr. Jarvis zurück. Die Rezeptur ist einfach:
1 TL flüssiger Honig und 1 EL Obstessig werden mit 1 Glas lauwarmem Wasser verrührt. Morgens, mittags und abends eingenommen soll der Trank zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten wirken.
Besonders empfehlenswert ist er bei Schlafstörungen, Müdigkeit und Abgespanntheit.
Zur Wundheilung
Bei Schürfwunden und Rissquetschwunden wird empfohlen, statt einem Verband einen enzymreichen Honigtauhonig aufzutragen und an der Luft trocknen zu lassen. Die entstehende Schicht schützt die Wunde gut.
Achtung: Bei Verbrennungen keine Hausmittel wie Honig, Mehl oder Butter auf die Wunde geben!
Zum Einschlafen
1 Glas Milch erwärmen und mit 1 EL Honig süßen. Eine Stunde vor dem Zubettgehen 1 EL Honig pur oder mit Melissentee zu sich nehmen.
Bei Husten und Heiserkeit
Frischen Ingwer schälen, fein hacken und zusammen mit dem Fencheltee ziehen lassen. Lauwarm abgekühlt mit einem Löffel Honig schluckweise trinken.
Einige große Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. 1 Stunde in 1 Liter Wasser köcheln lassen, durch ein Sieb gießen und auf unter 40 Grad abkühlen lassen. 250 g Honig zugeben. Stündlich langsam 1 Likörglas trinken.
1 großen, schwarzen Rettich aushöhlen. Das Innere fein raspeln, mit Honig vermischen, wieder in den Rettich füllen und stehen lassen. Der Honig zieht den Saft heraus. Davon alle 2-3 Stunden 1 EL langsam im Mund zergehen lassen. Jeden Tag neu zubereiten.
Bei Halsschmerzen
Mehrmals täglich gurgeln und spülen mit einer Mischung aus einem Glas warmem Wasser, in dem 1 EL Honig aufgelöst wurde
2 Teile getrocknete Salbeiblätter mit je 1 Teil Kamille und Thymian mischen. 1 gehäuften TL der Kräutermischung in einem Glas mit heißem Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und absieben. Mit 1-2 EL Honig und dem Saft von
1 Zitrone vermischen. Löffelweise gurgeln und anschließend schlucken
Bei Kopfschmerzen
Ein natürlicher Schmerzkiller bei Kopfschmerzen: 1 EL Honig mit Gelée Royale in einem Glas warmem Tee (max. 40 Grad) auflösen und trinken.
Bei Kater
Schwarzen Kaffee mit etwas frisch gepresstem Zitronensaft und 1 TL Honig verrühren und trinken. Diese Mischung schmeckt zwar nicht gut, hilft aber.
Quelle:langnese-honig.de
Honig gibt es in den verschiedensten Sorten.
Hier geht's zu einer ganz besonderen aus Neuseeland...