Mit der Herbstzeit beginnt auch wieder die Zeit der grippalen Infekte. Die Abwehrkräfte des menschlichen Körpers sind aufgrund der Witterungsbedingungen, fehlender Vitamine und Mineralstoffe einer höheren Belastung ausgesetzt. In dieser Zeit sollten dem Körper vermehrt Vitamine und Mineralstoffe, über die Nahrung zugeführt werden. Einer dieser Mineralstoffe die die Immunabwehr des menschlichen Körpers beeinflussen, ist Selen.
Dr. Melinda Beck von der Universität von North Carolina in Chapel Hill fand heraus, das ein Mangel an Selen Grippeviren aggressiver macht und zu einer gesteigerten Vermehrung der Viren führt.
Selen ist ein wichtiger Bestandteil des Enzyms Glutathionperoxidase. Dieses Enzym wandelt schädliche Formen des Sauerstoffs in unschädliche Substanzen um. Dr. Melinda Beck und ihr Team vermuten, dass der menschliche Organismus durch den Mangel in eine Stresssituation gerät, da Glutathionperoxidasemangel eine Verschiebung des Elektrolythaushaltes im Körper bewirkt. Dies kann zu einer Störung des Immunsystems führen.
Aufgrund dieser Erkenntnisse, die bis jetzt nur in Tiermodellen nachgewiesen wurden, vermutet Dr. Melinda Beck, dass Grippeviren aggressiver im Organismus auftreten. Aus diesen Erkenntnissen vermutet sie dasselbe für AIDS-, Erkältungs- oder Ebola-Viren.
In der Nahrung findet sich Selen in Getreideprodukten, Hülsenfrüchten, Muskelfleisch und der Leber. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 20 bis 100 Mikrogramm Selen. Eine Überdosierung von Selen, das heißt ein Aufnahme von über 800 Mikrogramm am Tag, macht sich durch Magen-Darm-Störungen, Haarausfall, Kopfschmerzen und knoblauchartigen Atem bemerkbar. Mit diesen Nebenwirkungen ist aber bei der Selenaufnahme über die Nahrung nicht zu rechnen.
Selen kann man auch in Form von Kapseln oder Tabletten eingenommen werden, die in Reformhäusern erhältlich sind. Jedoch sollte man versuchen, seinen täglichen Bedarf allein durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu decken. (htb)
Quelle: Deam – Onlinedatenbank für Naturheilkunde und Volksmedizin
Quelle: medizinnews
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