Samstag, 3. Januar 2009Fasten - dem Körper eine wohlverdiente Pause gönnen
Liebe Leser,
viele Menschen wollen das Jahr gesund beginnen. Man denkt vor allem nach dem vielen Essen der vergangenen Feiertage an Fasten. Dem Körper mal was gutes Tun, sich leicht und gesund fühlen, das ist die Divise. Obwohl sich eigentlich der Frühling und der Herbst am besten zum Fasten eignen, kann natürlich jeder selbst entscheiden, wann und wie lange er gerne seinem Körper eine Pause gönnen will. Hier also ein Artikel, mit einem zwölf -Tage -Programm. Liebe Grüße Anna Millionen Menschen in Deutschland tun es regelmäßig, und die meisten von ihnen sind Frauen. Ein- bis zweimal im Jahr verzichten sie für eine Woche auf feste Nahrung, nehmen nur Wasser, Tee, Fruchtsaft, Gemüsebrühe zu sich. Selbstkasteiung? Die Schilderungen erfahrener Fasten-Anhänger hören sich anders an: Sie sprechen von Zuständen glücklicher Zufriedenheit, von unbeschwerter Leichtigkeit und neuer Energie. Für solche Hochgefühle gibt es inzwischen sogar wissenschaftliche Erklärungen. Der Göttinger Hirnforscher Gerald Hüther hat untersucht, wie Botenstoffe und Hormone auf den Nahrungsentzug reagieren. Dabei fand er heraus, wie wichtig es ist, dass die Entscheidung zum Fasten freiwillig getroffen wird. Nur unter dieser Voraussetzung nämlich, so Hüther, stuft "das Bewertungszentrum in der Hirnrinde die Situation als nicht bedrohlich ein" und verzichtet auf die Produktion von Stresshormonen.
Stattdessen nimmt nach etwa drei Tagen die Ausschüttung von Serotonin zu und sorgt für innere Harmonisierung und Zufriedenheit. Der Kopf kommt zur Ruhe, Energie wird frei. Fastende schlafen oft wenig und fühlen sich trotzdem erholt. Sie empfinden sich als verbundener mit sich selbst, sind gelassener und offener. Nicht nur Geschmack oder Duft werden intensiver wahrgenommen, alle Sinne sind geschärft. Selbst wer mit Gott und Glauben nichts zu tun hat, ahnt in dieser Zeit der Enthaltsamkeit, warum alle großen Religionen auch Fastenprogramme kennen: Ich brauche bescheiden wenig für diese Ausgeglichenheit und innere Ruhe, so die heilsame Erkenntnis. Was hingegen in unserem Organsystemen geschieht, wenn die gewohnte Ernährung ausfällt, ist unter Experten umstritten. Fasten-Anhänger sprechen von innerer Reinigung und Entschlackung, vom Heilfasten als Medizin gegen Zivilisationskrankheiten wie Allergien oder Bluthochdruck. Schulmediziner wenden ein, dass unser Organismus geschwächt wird, wenn er seine eigenen Eiweißvorräte verzehrt, und warnen vor einer Sucht nach der Fasten-Euphorie. Wer fasten will, muss also gesund und belastbar sein. Und sich vorab bewusst machen, worin die Chancen, aber auch die Grenzen dieser Selbsterfahrung liegen. Ein Weg zum Abnehmen etwa ist der Nahrungsentzug nicht, das verlorene Gewicht stellt sich danach fast automatisch wieder ein. Es sei denn, das Fasten wird zur bewussten Zäsur, um mit eingeschliffenen Gewohnheiten zu brechen und sie durch gesündere Rituale zu ersetzen. Deshalb gehören zum BRIGITTE-Fastenprogramm auch Bewegungs- und Entspannungsübungen (» Yoga-Übungen) und wohltuende Körperpflege nicht nur für die Fastenzeit. Das Fitnessprogramm lässt sich auch danach leicht in den Tagesablauf einbauen. Und das Beautyprogramm hilft dabei, Ruheinseln im Alltag zu schaffen: Minuten ganz für mich allein. Nichts essen, und das Leben wird leichter? Nicht immer klappt das von Anfang an. Müdigkeit, Muskelkater etwa in den Oberschenkeln, Kopf-, Rücken- oder Gliederschmerzen: In den ersten Tagen aktiviert der Körper zunächst oft seine Schwachstellen. "Das Meiste muss man als Antwort auf Gesundheitsprobleme in der Zeit davor verstehen", so die erfahrene Fastenleiterin Dorothe Bertlich-Baumeister. Vielleicht hat man schon ein paar alte Gewohnheiten durch neue ersetzt, bevor man wieder zu essen beginnt. Sei es, den Morgen mit sanfter Bewegung statt starkem Kaffee zu beginnen. Oder sich kleine Entspannungsinseln gegen den täglichen Stress zu schaffen statt Zigaretten und Knabberzeug. Nach dem Fasten ist die Zeit besonders günstig, ausgefahrene Gleise zu verlassen. Denn man fühlt sich stark. Weil man gespürt hat, dass man einige Zeit ganz aus sich leben kann. Mit dieser Kraft sind auch gute Vorsätze für das Leben nach der Fasten-Zeit leichter zu verwirklichen. Checkliste - Darf ich fasten? Ganz klar: Nur wer körperlich fit ist, darf zu Hause fasten. Lassen Sie sich deshalb immer erst einmal von Ihrem Hausarzt auf Ihre Fastentauglichkeit durchchecken. Wer sich gerade von einer Operation oder schweren Erkrankung erholt, schwanger ist oder ein Kind stillt, sollte überhaupt nicht fasten. Bei folgenden Beschwerden sollten Sie die Entscheidung für oder gegen das Fasten mit Ihrer Ärztin oder dem Arzt besprechen bzw. nur unter ärztlicher Aufsicht fasten (zum Beispiel in einer Fastenklinik): -allgemeine Erschöpfungszustände, Gereiztheit, nervliche Anspannung, Neigung zu depressiven Verstimmungen oder Depression -Esssucht oder Bulimie -regelmäßige Medikamenteneinnahme (Ausnahme: die Pille) -chronische Erkrankungen wie Diabetes, Gicht, Rheuma, Arthrose, Schuppenflechte -ausgeprägte Allergien -Herzinfarkt-Gefährdung, hoher Blutdruck -Übergewicht von mehr als 30 Prozent -Untergewicht Das Programm für jeden Tag 1. Tag - Entlastungstag Ernährung: Stellen Sie sich langsam auf die Fastentage ein, auch innerlich. Verzichten Sie auf Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee und Süßigkeiten. Trinken Sie mindestens zwei Liter stilles Wasser, Saftschorle, Kräutertee. Essen Sie leicht und etwas weniger - gerade mal so viel, bis Sie satt sind. Verzichten Sie auf Fettiges und Fleisch, dafür gibt's reichlich frisches Obst, Gemüse, Vollkornreis. Bewegung: Machen Sie Sport wie sonst auch. Wer eher selten aktiv wird, sollte einen größeren Spaziergang machen. 2. Tag - Entlastungstag Ernährung: kein Fleisch, Fisch, keine Eier. Menüvorschlag: morgens Obst und etwas Quark, mittags Kartoffeln und Gemüse, nachmittags einen Gemüsesaft, abends Brühe mit Reis und etwas gekochtem Gemüse. Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser, Saftschorle, Kräutertee. Pflege: Jetzt ist ein basisches Bad sinnvoll, es unterstützt die ausleitende, d. h. entgiftende Funktion der Haut. Badetemperatur ca. 37 Grad, Badedauer ca. 15 Minuten. Im Badewasser den ganzen Körper mit einem Luffaschwamm oder einer Bürste abrubbeln. Sie haben keine Wanne? Dann tut's ein Duschpeeling, den Luffaschwamm können Sie auch trocken nach dem Duschen benutzen. Bewegung: wie 1. Tag. 3. Tag - Fastentag und Hausputz für den Darm Ernährung: Jetzt geht es richtig los mit dem Fasten. Legen Sie diesen Tag so, dass Sie zu Hause bleiben können. Morgens 1/4 Liter Morgentee, z. B. Rosmarintee, Weißdorntee (kreislaufanregend) oder Eisenkraut- (Verbene-) bzw. Pfefferminztee (anregend für Leber und Galle). Im Anschluss glaubern, also abführen mit Glaubersalz: Damit der Körper besser von Nahrungsaufnahme zur Ausscheidung umschalten kann, wird das Fasten mit einer kräftigen Darmentleerung eingeleitet. Diese Maßnahme mindert die Hungergefühle während des Fastens. So geht es: Superschlanke nehmen 20 g Glaubersalz auf 1/2 Liter Wasser, Normalgewichtige 30 g auf einen 1/2 Liter Wasser, Übergewichtige 40 g auf 3/4 Liter Wasser. Glaubersalz schmeckt grässlich, geben Sie eventuell ein paar Spritzer Zitronensaft zu. Trinken Sie diese Lösung kühl und möglichst zügig. Innerhalb der nächsten ein bis drei Stunden erfolgen mehrere durchfallartige Entleerungen. Sollte der Bauch kneifen: Tee oder Wasser trinken, ins Bett legen, eine Wärmflasche auf den Bauch. Hat sich bis zum Abend keine Darmentleerung eingestellt, helfen Sie mit einem Einlauf (Apotheke) nach. Achtung: Frauen, die die Pille nehmen, sollten die Einnahme auf drei Stunden nach dem Abführen verschieben. Und: Wer hin und wieder unter Migräne leidet oder Bandscheibenprobleme hat, darf auf keinen Fall glaubern, da der schnelle Wasserentzug die Beschwerden verstärken kann. Alternative: Laxoberal oder Passage FX Salz (gibt es beides in der Apotheke). Diese Mittel führen langsamer ab. Der Prozess dauert hier den ganzen Tag und nicht nur ein bis drei Stunden. Mittags Gemüsebrühe und Wasser. Gemüsebrühen können Sie entweder als Fertigprodukt (hefeextraktfrei!) im Reform- oder Naturkostladen kaufen oder selbst herstellen. Nachmittags Kräutertee (z. B. Ingwertee, wirkt wärmend) und Wasser. Abends Wasser, Kräutertees (z. B. Kamille, Johanniskraut, Baldrian, Hopfen, Zitronenmelisse, da diese entspannungsfördernd sind), Obst- oder Gemüsesäfte. Obstsäfte nie pur, sondern immer stark verdünnt als Schorle trinken, Mischungsverhältnis 1/3 Saft, 2/3 Wasser. Empfohlene Obstsäfte: Apfel naturtrüb, Traube und Birne (siehe Einkaufsliste). Gemüsesäfte ebenfalls verdünnen. Am besten den Saft mit heißem Wasser im Verhältnis 1:1 mischen und dann wie eine Suppe auslöffeln, statt ihn aus dem Glas zu trinken. Sie können alle im Reformhaus/Naturkostladen angebotenen Gemüsesäfte verwenden. Wenn Sie milchsauer vergorene Säfte bevorzugen, unterstützen Sie auch Ihre natürliche Darmfunktion. Wichtig: Auch im Laufe des Tages zwischendurch immer wieder Wasser trinken! Wer überhaupt keinen Tee mag, kann auch ausschließlich Wasser trinken. Hauptsache, Sie kommen auf die ausreichende Gesamttrinkmenge von drei Litern: also mindestens 2,5 Liter Wasser und Tee, je 1/4 Liter Brühe und Saft. Bei Bedarf, d. h. wenn Ihnen schwindelig ist und der Kreislauf zusammensackt, sollten Sie etwas Honig oder Agavendicksaft einnehmen, z. B. im Tee. Zucker und Süßstoffe bleiben verboten! Pflege: Glaubern laugt aus, verwöhnen Sie sich bei der Pflege. Zum Duschen ein besonders pflegendes, nicht austrocknendes Gel nehmen. Danach tut eine Bürstenmassage gut, am besten die Haut zuvor einölen. Mit einer Körperbürste von den Füßen beginnend den ganzen Körper mit kräftigen Streichbewegungen - immer in Richtung Herz - abreiben. Erst Füße und Beine, dann Arme, zum Schluss Bauch und Oberkörper. Den Bauch mit kreisenden Bewegungen bearbeiten. Die Massage hat einen doppelten Effekt: Die Haut wird geschmeidig, Kreislauf und Stoffwechsel werden angeregt. Gut fürs Gesicht ist eine milde, beruhigende Creme. Legen Sie sich auch eine reichhaltige Handcreme parat. Es kann sein, dass Sie sie jetzt mehrmals täglich brauchen. Abends die Füße dick eincremen und massieren. Das wärmt, entspannt und sorgt für ein wohliges Gefühl. Auch werden dabei die Fußreflexzonen aktiviert: zunächst die ganzen Füße durchkneten, dann jeden Zeh einzeln kräftig massieren, mit der Faust die Fußsohle bearbeiten, dann zum Abschluss noch mal den gesamten Fuß ausstreichen. Bewegung: viel faulenzen, aber auch einen kleinen Spaziergang machen. Auf keinen Fall in die Sauna gehen, das wäre für den Kreislauf jetzt einfach zu viel. Wer sich gut fühlt, startet mit dem » Yoga-Programm. 4. Tag - Fastentag Ernährung: Morgens Morgentee (wie Tag 3 oder, falls ein hautreinigender Effekt gewünscht ist, Hagebutten- oder Salbeitee). Mittags Gemüsebrühe und Wasser. Bei anhaltendem Hungergefühl statt der Gemüsebrühe eine Reis- oder Haferbrühe löffeln. Rezept für 1 Portion: 1 EL geschroteten Reis oder Haferflocken mit 150 Milliliter Wasser zum Kochen bringen. 5 bis 10 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, Masse durch ein Sieb passieren. Suppe bei Bedarf mit Kräutern abschmecken. Nachmittags Kräutertee (wie Tag 3, oder bei Blähungen Anis- oder Fencheltee) und Wasser. Abends Wasser, Kräutertees (siehe Tag 3), Obst- oder Gemüsesäfte. Achtung: Hapert es mit der Verdauung (das gilt für alle Fastentage!), sollten Sie abends einen Einlauf machen oder eine leichte Bauchmassage anwenden (siehe » "So halten Sie durch"). Pflege: wie 3. Tag. Bei Pickelchen und Mitessern das Gesicht mit einer sanften Waschcreme gegen Hautunreinheiten säubern, die z. B. mit milder Milchsäure leicht abschilfernd und porenöffnend, zugleich antibakteriell wirkt. Durch das Fasten können auch die Lippen trocken werden, darum ist es sinnvoll, eine reichhaltige Lippenpflege dabei zu haben, etwa mit Calendula-Öl und Dexpanthenol. Machen Sie es sich abends schön, Sie können stolz sein, schon den 4. Tag geschafft zu haben - zum Beispiel indem Sie aus dem Eincremen ein kleines Massageritual machen. Eine beruhigende Körperpflege mit Thermalwasser beugt dabei auch Hauttrockenheit vor. Die Haut an Oberschenkeln, Bauch und Armen mit leicht kneifenden Knetbewegungen durchwalken. Das fördert die Hautdurchblutung. Bewegung: Morgens im Bett ausgiebig räkeln, strecken und dehnen. Langsam aufsetzen - damit Ihnen nicht beim Aufstehen schwindelig wird. Wer Frühgymnastik gewohnt ist, sollte dies weiterhin tun. Am frühen Nachmittag eine halbe Stunde an der frischen Luft spazieren gehen. Das Tempo bestimmen Sie, ganz nach Ihrem Wohlbefinden. Wenn Sie merken, dass Sie fit sind, können Sie auch walken oder langsam joggen. Während des Spaziergangs immer mal wieder moderate Ausfallschritte machen, um die Beine zu dehnen, Arme in der Luft kreisen lassen. Machen Sie abends die Yogarolle. Die Übung bewirkt gleich mehrere Dinge: Sie stärkt die Bauchmuskulatur, regt die Verdauung an, entlastet Nacken und Wirbelsäule und wirkt dazu noch herrlich entspannend. So geht's: Mit angezogenen Knien auf den Boden setzen, die Arme umfassen die Schienbeine, die Stirn liegt auf den Knien. In dieser Haltung beim Einatmen behutsam auf den Rücken rollen. Mit leichtem Schwung beim Ausatmen wieder nach vorn rollen. So lange rhythmisch vor- und zurückrollen, wie es Ihnen gefällt. Wichtig: Nach jeder Anstrengung pausieren, sich für mindestens 20 Minuten in ein ruhiges Zimmer zurückziehen, hinlegen, Augen schließen, bewusst und tief ein- und ausatmen. Der Körper braucht Zeit für seine Stoffwechselarbeit. (Beim » Fasten-Yoga halten Sie sich an die entsprechenden Übungen). Ab dem 2. Tag ganz ohne Nahrung sollten Sie der Leber beim Entgiften helfen, mit einer Leberpackung, die Sie idealerweise während der Ruhephase nach der Mittagsbrühe machen. Dazu ein Leinentuch einmal längs zusammenfalten, zu einem Drittel in heißes Wasser tauchen, auswringen. Im Liegen erst die feuchte, dann die trockene Seite des Handtuchs auf den nackten Bauch legen, die heiße Wärmflasche obendrauf packen. 5. Tag - Fastentag Ernährung: Morgens Morgentee (wie Tag 3 oder 4). Mittags Gemüse- oder Reisbrühe und Wasser. Nachmittags Kräutertee (wie Tag 3 oder 4) und Wasser. Abends Wasser, Kräutertee (siehe Tag 3), Obst- oder Gemüsesäfte. Achtung: Kommt es zu Durchfällen, Obstsäfte und evtl. Gemüsesäfte noch stärker verdünnen. Wenn das nicht hilft, Säfte weglassen, nur Tee und Wasser trinken. Pflege: wie 3. Tag. Bei Pickeln ein Gesichtsdampfbad als tiefenreinigende Intensivpflege. Abends tut die Fußmassage gut. Bewegung: wie 4. Tag. Jetzt sind die meisten Fastenden körperlich schon fitter, erweitern Sie Ihr Bewegungsprogramm mit Gymnastik zum Wachwerden: Morgens nach dem Aufstehen aufrecht hinstellen und den Körper einige Male locker durchschütteln, wobei Sie ruhig ein- und ausatmen. Dann noch einige Minuten tief weiteratmen. Beim Einatmen alle Muskeln ungefähr sieben Sekunden lang anspannen, beim Ausatmen loslassen, die Muskeln entspannen sich wieder. Idealerweise machen Sie diese Übung vor einem weit geöffneten Fenster, um viel Sauerstoff zu tanken. Oder Sie machen diese » Yoga-Übungen. 6. Tag - Fastentag Ernährung: Morgens Morgentee. Mittags Gemüsebrühe oder Haferbrühe und Wasser. Nachmittags Kräutertee und Wasser. Abends Wasser, Kräutertee, Obst- oder Gemüsesäfte. Pflege: wie 3. Tag. Kalte Füße sind ein häufiges Problem während einer Fastenkur. Hier hilft ein ansteigendes Fußbad. Füße in Eimer/ Fußbadewanne tauchen, lauwarmes (nicht heißes) Wasser hineingeben. Nun nach und nach heißes Wasser zugießen, so dass die Füße immer wieder einen neuen Wärmeschub erhalten. Zum Abschluss Füße kalt abwaschen, gut abtrocknen, dicke Socken drüber. Machen Sie abends die Thermalwasser-Körperpflege vom 4. Tag. Bewegung: wie 5. Tag. Am späten Nachmittag oder im Laufe des Vormittags zusätzlich eine Dehnübung. Mit der Dreiecksübung entspannen Sie die Rückenmuskulatur, trainieren Taille, Schenkelund Beinmuskeln und fördern zudem noch die Konzentration, da die Sauerstoffversorgung des Körpers gepusht wird. So geht's: Leicht gegrätscht aufrecht hinstellen, die Arme seitlich in Schulterhöhe ausgestreckt. Achten Sie darauf, dass Sie kein Hohlkreuz machen. Beugen Sie den Oberkörper mit dem Ausatmen langsam nach rechts. Oder machen Sie alternativ diese » Yoga-Übungen. 7. Tag - Fastentag Ernährung: Morgens Tee. Mittags Gemüse- oder Reisbrühe, Wasser. Nachmittags Kräutertee und Wasser. Abends Wasser, Kräutertee, Obst- oder Gemüsesäfte. Pflege: wie 3. Tag. Als Pflege-Extra: eine duftende Haarkur, die schon während der Einwirkzeit gut tut. Wer regelmäßig in die Sauna geht, kann es jetzt wieder unbesorgt tun. Vorausgesetzt, Sie fühlen sich kreislaufstabil. Auf keinen Fall mehr als zwei Saunagänge à 10 Minuten. Nach dem Verlassen des Heißraums nicht sofort ins kalte Tauchbecken steigen, sondern zuerst kaltes Wasser mit den Händen ins Gesicht geben. Zum Abschluss den Körper gut eincremen. Abends die Fußmassage vom 3. Tag genießen. Bewegung: wie 5. Tag plus Dehnübung vom 6. Tag. Wenn sich im Laufe des Tages leichter Schwindel, Müdigkeit, Lustlosigkeit einstellen, nicht hängen lassen, sondern aufraffen! Gehen Sie nur für 10 Minuten an die frische Luft - schon das kann helfen, die Trägheit zu überwinden, und verbessert Ihre Bewegungsbilanz. Oder Sie machen alternativ diese » Yoga-Übungen. 8. Tag - Fastentag Ernährung: Morgens Tee wie Tag 3. Mittags Gemüse- oder Haferbrühe und Wasser. Nachmittags Kräutertee (wenn Sie frösteln, z. B. mit Zimt, Ingwer) und Wasser. Abends Wasser, Tee, Obst- oder Gemüsesäfte. Pflege: wie 3. Tag. Ein abendliches Relax-Programm könnte so aussehen: ab in die Wanne und sprudelnde Badetabletten unter dem Rücken platzieren. Herrlich, wenn die Blasen aufsteigen und es so gut duftet. Maximal 10 Minuten baden und nicht zu heiß, also bei ca. 37 Grad. Dann Thermalwasser-Körperpflege wie 4. Tag. Anschließend eine Maniküre mit peelendem Handöl, dann Nagelhautpflege mit intensiv pflegenden Nagelpads. Bewegung: wie 7. Tag. Oder alternativ diese » Yoga-Übungen. 9. Tag - Fastentag Ernährung: Morgens Tee (wie Tag 3 oder, falls ein hautreinigender Effekt gewünscht ist, Hagebutten- oder Salbeitee). Mittags Gemüsebrühe und Wasser. Oder, bei Magenkneifen, eine Reis- oder Haferbrühe. Nachmittags Kräutertee (wie Tag 3 oder bei Blähungen Anis- oder Fencheltee) und Wasser. Abends Wasser, Kräutertees (siehe Tag 3), Obst- oder Gemüsesäfte. Pflege: wie 3. Tag. Das heutige Verwöhnextra für die Haut: eine Gesichtsmaske. Geeignete Inhaltsstoffe sind z. B. Aloe vera (spendet intensiv Feuchtigkeit), Mandelöl (versorgt die Haut mit essentiellen Fettsäuren) oder Gurke (wirkt beruhigend und erfrischend). Abends Fußmassage wie 3. Tag. Bewegung: wie 7. Tag. Oder alternativ diese » Yoga-Übungen. 10. Tag - Aufbautag Ernährung: Sie beenden nun das Fasten, gewöhnen Ihren Körper langsam wieder an die Nahrungsaufnahme. Das muss vorsichtig geschehen, deshalb sind die Aufbautage so wichtig! Verzichten Sie auf fette Speisen, tierische Fette und Kaffee. Trinken Sie weiterhin reichlich, mindestens 2 Liter Wasser und Kräutertee. Sie dürfen auch in Maßen Milchprodukte genießen, etwa einen Joghurt oder ein Glas Buttermilch. Essen Sie gegarte Gemüse- und Getreidegerichte. Essen Sie nur, bis Sie satt sind. Menüvorschlag: Morgens Morgentee. Vormittags 1 gedünsteten Apfel. Mittags Kartoffel-Gemüsesuppe. Nachmittags Tee trinken. Abends Gemüsesaft und dazu eine Scheibe Knäckebrot. Über den Tag verteilt weiterhin Wasser, Obstsaft und Kräutertee. Pflege: wie 3. Fastentag. Bewegung: weiterhin wie 7. Tag. Oder alternativ diese » Yoga-Übungen. 11. Tag - Aufbautag Ernährung: Essen Sie nach und nach wieder mehr rohes Gemüse. Kauen Sie gründlich! Wenn Sie seit Beginn des 1. bis zum Abend des 2. Aufbautages keinen Stuhlgang hatten, helfen Sie mit einem Einlauf nach. Menüvorschlag: Morgens Morgentee, 2 Scheiben Knäckebrot mit Kräuterquark. Vormittags viel trinken und 1 reife Birne. Mittags 3 kleine Pellkartoffeln plus Möhrengemüse. Nachmittags 1 Biojoghurt mit 1 TL Sanddornsaft und 1 gehäufter TL Leinsamen gemischt. Kräutertee oder Wasser. Abends Möhrenrohkost, Knäckebrot mit Kräuterquark. Pflege: wie 3. Tag.Bewegung: langsam zum gewohnten Sportprogramm übergehen. 12. Tag - Aufbautag Morgens Kräutertee, dazu Obst mit gekeimtem Müsli, Honig. Später am Vormittag ist ein erster Kaffee mit viel Milch erlaubt. Mittags Hirse-Risotto, dazu ein Tomatensalat. Nachmittags: 1 Biojoghurt mit 1 TL Sanddornsaft und 1 gehäufter TL Leinsamen gemischt. Kräutertee oder Wasser. Abends Gurkensalat, dazu 1 Scheibe Vollkornbrot und 2 Scheiben Knäckebrot, mit Butter und Kräuterquark oder magerem Käse belegt. Wenn Sie Lust auf Wein haben, fangen Sie mit einer Schorle an, aber aufpassen - Alkohol steigt nach dem Fasten viel schneller zu Kopf. Pflege: Sie können wieder zum gewohnten Pflegerhythmus umschwenken. Aber vielleicht haben Ihnen ja die Bürstenmassage am Morgen und andere Dinge so gut gefallen, dass Sie sie beibehalten? Quelle:brigitte Trackbacks
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