Immer neue verblüffende Eigenschaften des Wassers entdeckt die Wissenschaft. Und damit neue Rätsel. Als erstem Forscher ist es dem Japaner Masaru Emoto gelungen, Wasserkristalle fotografisch festzuhalten. Nicht nur durch chemische Einflüsse, sondern auch durch Klänge, Worte, Bilder, ja selbst Gedanken lassen sich Wasserkristalle beeinflussen, sagt er.
Wasser ist weit mehr als nur ein lebenswichtiges und dominierendes Element von ganz besonderer Bedeutung, sagt Masaru Emoto. Der japanische Wasserforscher erklärt im randvollen St. Galler Pfalzkeller, dass die dominierende Flüssigkeit des blauen Planeten mit der einfachen chemischen Formel H2O auch Träger „feinstofflicher Informationen“ sei. Mit „feinstofflichen Informationen“ meint er „Inputs“, die nicht chemisch oder physikalisch nachweisbar sind: beispielsweise die Wirkung von Klängen, Worten, Bildern, ja selbst Gedanken könne das Wasser aufnehmen und speichern.
Kristalle sind nie identisch
Lässt sich eine derart fantastisch anmutende These wissenschaftlich beweisen? Wie kann die Wasserqualität sichtbar gemacht werden? Jahrelang suchte der staatlich anerkannte japanische Komplementärmediziner nach Antworten auf diese Frage. Und er ist fündig geworden. 1994 kam ihm ein Geistesblitz: „Schneekristalle. Wie bei den Menschen sind keine zwei identisch“, erklärt Emoto. „Das kommt von den unterschiedlichen Bedingungen, unter denen sie entstehen.“ Daraus leitete der 57-jährige Wissenschaftler folgende Theorie ab: Wenn reines Wasser gefriert, kristallisieren H2O-Moleküle zu schönen, vollendeten Formen aus. Belastetes Wasser hingegen, so dachte er, kristallisiert nicht so schön aus. Sofort begann Emoto zu experimentieren. Er fror hunderte von Wasserproben ein. „Dann musste ich die winzigen, zerbrechlichen Kristalle unter ein Mikroskop legen und blitzschnell fotografieren, bevor sie schmolzen.“ Einige Tausend Filmrollen und zwei Monate später erhielt der Forscher, wonach er suchte: Die erste Wasserkristall-Fotografie in der Geschichte der Wissenschaft. Die Aufnahme erinnerte an einen gut ausgebildeten Schneekristall.
Chance für die Mitwelt
Mit laufend verbesserten Verfahren sind Masaru Emoto und seinem Forschungsteam seither über 10.000 gute mikroskopische Wasserkristall-Aufnahmen gelungen. Lange vergleichende Versuchsreihen bestätigen seine Theorie: reines Wasser kristallisiert schön aus. Stark belastetes Wasser hingegen zeigt nur unvollständige oder gar keine Kristallstrukturen. Daraus ergeben sich völlig neue Perspektiven und Chancen für die Untersuchung und Verbesserung der Wasserqualität, ist Emoto überzeugt. „In meiner Heimat bestehen große Umweltprobleme“, erklärt er. „In den meisten japanischen Städten kommt das Trinkwasser aus verschmutzten Flüssen. Es muss gefiltert, mit Chlor desinfiziert und sterilisiert werden.“ Tatsächlich zeigten Trinkwasserproben aus Tokyo, aber auch aus London oder Paris durchweg schlechte oder gar keine Kristallisation. Besser sahen die Kristalle von wenig behandeltem, frischem Leitungswasser aus Zermatt oder Regensdorf aus. Ernüchternd jedoch wiederum das Resultat von Schneewasser des Gornergrats hoch über Zermatt, was in Emotos Augen auf eine starke Luftbelastung hindeutet.
„Engel“ und „Teufel“
Mit den untersuchten Wasserproben aus Quellen, Flüssen, Seen, Sümpfen, Gletschern und Regenwasser aus aller Welt war jedoch erst eines erwiesen: Wasserkristalle können chemische und physikalische Einflüsse auf die Wasserqualität speichern und anzeigen. Wie aber verhielt es sich mit den „feinstofflichen Informationen“? Der Japaner experimentierte weiter. Er beschallte identische Destillat-Wasserproben mit Musik. Das Resultat: Signifikante Unterschiede. Wasserproben, die mit Heavy-Metal-Musik beschallt wurden, zeigten eine ganz andere Kristallisationstendenz als solche, die unter gleichen Bedingungen zwischen Lautsprecher, aus denen klassische Musik ertönte, gestellt wurden. Die klassische Musik „erzeugte“ in der Regel harmonische, gut ausgebildete Wasserkristalle. Die Wirkung von Heavy Metal hingegen schien eine harmonische Kristallbildung zu stören oder überhaupt zu verhindern. Vergleichbar unterschiedliche Tendenzen ergab die Wirkung von gegensätzlichen Worten wie „Teufel“ und „Engel“, unabhängig ob gesprochen oder geschrieben. Emoto erklärt damit auch, warum gutes Zureden auf Pflanzen, Tiere und Menschen eine positive Wirkung hat: „Weil die Menschen und viele Tiere zu 70 Prozent aus Wasser bestehen. Bei vielen Pflanzen ist der Wasseranteil noch höher.“
„Die Kraft des Hado“
Warum bilden sich verschiedene Kristalle? Die Wissenschaft bleibt die Antwort einstweilen schuldig. Für Emoto ist es „Hado-Kraft“. Hado sei die kleinste Einheit der unsichtbaren Energie. Sie sei Schwingung, Strahlung und Teilchen zugleich. Alles entstünde „beim Energiesprung, den Elektronen bei hoher Beschleunigung ausführen“. Emotos Theorie mag aus wissenschaftlicher Sicht umstritten sein. Die klassische Quantenphysik etwa widerspricht ihr. Emoto mag seine Untersuchungsresultate nicht abschließend wissenschaftlich erklären können. Aber er kann die Unterschiede belegen. Seine Forschungen sind in Europa noch wenig bekannt. Anders als in Japan. Dort ist sein neues Buch Messages from Water (Die Botschaft des Wassers) ein Bestseller. Über 100.000 mal ging es innerhalb eines Jahres über den Ladentisch.
Forschung auch in Europa
Auch in Europa sind – einmal abgesehen von Chemikern und Physikern der klassischen Schulwissenschaft – zahlreiche Institutionen und Forscher mit den besonderen Eigenschaften des Wassers beschäftigt. Rhythmisch bewegtes Wasser sei gesünder als unbewegtes, sagen Forscher beim anthroposophischen Heilmittelhersteller Wala. Auch der bekannte österreichische Wasserforscher Johann Grander ist davon überzeugt. Mit einem Motor könne er mittels Lichtschwingungen Informationen erzeugen, die Leitungswasser „wiederbeleben“, sagt er. Eine Untersuchung an der Uni Zürich stützt seine Aussage: Das Algenwachstum in Wasser, das durch Granders Methode „belebt“ ist, entwickelte sich anders als in „unbelebtem“ Wasser. Und Wasserleitungen, durch welche „belebtes Wasser“ fließt, setzen weniger Kalk an, wie eine Fallstudie des Bundesamtes für Umwelt zeigt.
Autoren: Hans Peter Roth/Kathja Burnus
Quelle:wrage
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